Die Ergebnisse unserer Jugend-Befragung zu Corona

Das sind die Ergebnisse unserer Befragung vom 6. Mai.

wird noch aktualisiert

Umfrage des AWO Jugendzentrum Eastsides zur Situation von Jugendlichen während der Corona-Pandemie

Während der Schließung des Jugendzentrums Eastside von März-Juni 2020 aufgrund der Corona-Pandemie wurden die vorhandenen digitalen Kontakt und Kommunikationsplattformen wie der Eastside-Discord-Server stark ausgebaut. So konnte trotz Kontaktbeschränkungen aufgrund digitaler Medien noch Kontakt gehalten und zum Teil auch neu aufgebaut werden. Die kommunizierte Situation der Jugendlichen auf diesen Kanälen wurde als sehr heterogen beschrieben. Um uns einen detaillierteren Überblick zu verschaffen und das individuelle Wohlbefinden zu erfragen, Probleme und Chancen in dieser Zeit und unsere Angebotsstruktur zu hinterfragen, entschieden wir uns Anfang Mai 2020 eine anonyme Umfrage unter den Jugendlichen zu  starten.

An unserer Umfrage nahmen innerhalb einer Woche 37 Jugendliche teil und beantworteten 11 Fragen. 10 weitere Jugendlichen äußerten sich außerhalb der Umfrage-Struktur zu den Themen. Den Teilnehmenden standen zum Teil offene wie vorgegebene Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Zum Teil gab es offene Fragen, die sehr rege beantwortet wurden und erkennen ließen, dass es den Jugendlichen ein Anliegen war, ihre individuellen Lebenslagen und Sichtweisen mitzuteilen. Die Altersspanne der Teilnehmenden reichte von 12 bis 23 Jahren. Ein überwiegender Teil (51,5%) war im Alter von 16 bis 18. (Siehe Grafik 1) 

Wir erfragten beispielsweise, was den Jugendlichen zurzeit fehlt bzw. sie vermissen und worauf sie sich wieder freuen, sobald das Jugendzentrum öffnet.

In der offenen Frage, welche Dinge sie besonders vermissen, nannten viele Befragte, dass ihnen vor allem soziale Kontakte und die ungezwungene Möglichkeit sich mit (mehreren Freund*innen) zu treffen fehlen. Zudem wurden vermehrt fehlende Rückzugsräume gegenüber der häuslichen Situation genannt. Dementsprechend fanden sich Dinge wie Besuche in Jugendzentren, Freizeitbädern, Veranstaltungen/Clubs sowie das Verweilen an öffentlichen Treffpunkten in den Orten wieder, die vermisst wurden. Aufgrund unserer Umfrage-Reichweite wurde das Jugendzentrum Eastside selbst häufig genannt, dabei insbesondere die familiäre Atmosphäre, das Miteinander mit den anderen Jugendlichen und der persönliche Kontakt und Austausch zu Mitarbeiter*innen.

Besonders hilfreich in der Corona-Situation waren für die Befragten diverse Gaming, Streaming und Kommunkationsplattformen, der Kontakt zu Feund*innen über SocialMedia, Musik hören und der digitale Kontakt zu Jugendzentren. Außerdem half Sport und Bewegung vielen (57,6%) mit der damals aktuellen Situation umzugehen. (Siehe Grafik 2)

Die meisten Teilnehmer*innen (87,9%) kannten den Discord-Server des Jugendzentrum Eastsides und nutzen diesen. Dieser wurde v.a. für die gemeinsame Kommunikation mit anderen Menschen, Gaming, gemeinsamen Talkrunden im Rahmen eines Podcasts und der Austausch über anstehende Eastside-Projekte von den Befragten genutzt. (Siehe Grafik 3)  

Erhöhter Unterstützungsbedarf wurde v.a. bei Freizeitmöglichkeiten angegeben (30,3%). Desweiteren wurden noch insbesondere vertrauliche Gespräche und Beratungsangebote genannt (Siehe Grafik 4). 

Zusammenfassend ist zu erkennen, dass die Teilnehmer*innen der Umfrage die Online-Angebote sehr gut angenommen und genutzt haben. Jedoch fehlten ihnen vor allem die Möglichkeit, sich außerhalb des eigenen Zuhauses mit Freund*innen zu treffen und andere Freizeitangebote anzunehmen. Die Online-Angebote waren somit eine bereichernde Ergänzung zur Jugendarbeit während der Covid-19 Pandemie, konnten jedoch nicht alle Bedürfnisse der befragten Jugendlichen befriedigen.  

Teilweise wurden in den offenen Fragen die inviduellen Belastungssituationen der Jugendlichen sehr deutlich, worauf das Team des Jugendzentrum sowohl online als auch offline durch die Möglichkeit von vertraulichen Gesprächsangeboten eingegangen ist. Im Hinblick auf die Angebote des Jugendzentrum im Sommer wurden die kommunizierten Bedarfe nach viel Sport, Bewegung und Ourdoor-Erlebnissen mit aufgenommen.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage können gerne beim AWO Jugendzentrum Eatside nachgefragt werden. Ein Teil der Ergebnisse findet sich als angeklebte Plakate im Fußgängertunnel der Kunitzer Straße und kann gerne besichtigt werden.

Grafik 1

Grafik 2

Grafik 3

Grafik 4

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